
Zusammen mit einem Team von UX/UI-Design-Experten wurde ich zum Brand Launch der Marke Jio nach Mumbai, Indien eingeladen.
Jios Mission war es, 4G nach Indien zu bringen und SIM-Karten für alle erschwinglich zu machen, vom Geschäftsmann bis zum Bauern.
Unser UX/UI Design Team kümmert sich um die Entwicklung verschiedener Service Apps des Anbieters.
Mein Schwerpunkt lag auf der Konzeption einer InStore App für die Jio-Flagship Stores.
Im weiteren Verlauf übernahm ich zudem Aufgaben in der Branding und digitalen Experience für die Smartphone-Hardware-Marke LYF.

Der indische Markt ist äußerst divers, was das UX/UI-Design-Projekt besonders spannend machte.
Die größte Challenge: den zeitaufwendigen SIM-Karten Abschluss.
In indischen Mobileshops zieht man eine Nummer und wartet. Manchmal sehr lange. Der Abschluss ist bürokratisch, viele Auflagen, viele Schritte, viele Fehler.
Die InStore App sollte diese Frustration für drei sehr unterschiedliche Nutzergruppen gleichzeitig lösen: Kunden, Verkäufer und Kassenmanagement.

Bevor wir ein Konzept entwickelten, gingen wir zuerst in die Stores. Wir wollten verstehen wie der Prozess wirklich läuft, nicht wie er auf dem Papier aussieht.
Der Kunde feierte die Journey als Grundlage für alles Weitere. Erst wenn alle Beteiligten den gleichen Überblick haben, kann man sinnvoll Wireframes entwickeln.

Die größte Konzeptentscheidung war, den Prozess nicht zu vereinfachen sondern neu zu denken. Statt einer langen Warteschlange mit einem einzigen Anlaufpunkt haben wir die drei Rollen klar getrennt und trotzdem miteinander verbunden. Jede Nutzergruppe bekommt genau die Informationen, die sie in diesem Moment braucht.
Drei Rollen, ein durchgehender Flow. Das Warten fiel weg, die Beratung wurde besser.

Indien ist nicht Europa: Während in Deutschland minimalistisches Design dominiert, lebt Indien von kräftigen Farben, starken Kontrasten und einem Hauch Bollywood.
Die Herausforderung, lebendige Ästhetik mit klarer, intuitiver Navigation zu vereinen, übergreifend auf mehrere Bereiche.
Gemeinsam im Team entwickelten wir eine einheitliche Designsprache, die kulturelle Authentizität und Benutzerfreundlichkeit perfekt verbindet und setzten unsere Wireframes entsprechend in einen Design Prototypen um.
Das gibts nur in Indien - und so entstand die Idee beim Produkt-Team, die direkt bei uns auf dem Tisch landete. Parallel zum Jio-Launch entwickelten wir die Device-Marke LYF, die zeitgleich auf den Markt kam.
In einer kurzen Zeit entwarfen mein Team und ich duzende von Designrichtungen, welche Teils ausgearbeitet und wieder verworfen wurde. Am Ende setzte sich die Idee der Elemente durch.
Der Fokus lag zunächst auf Smartphones mit integrierter Jio Experience.
Unsere Aufgaben umfassten das Markenimage, den digitalen Auftritt sowie die Onboarding-Experience nach dem ersten anschalten des Smartphones.




